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Gönderen Konu: Islam - Glaubenslehre und Lebensregeln  (Okunma Sayısı 763 defa)
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05 Mayıs 2007, 01:26:20
Rumeysa

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« : 05 Mayıs 2007, 01:26:20 »



Islam - dieses arabische Wort bedeutet "vollständige Unterwerfung und Hingabe" an Allah, Den Einen Gott. Mit diesem Ausdruck bezeichnet Allah selbst im Qur'an, dem heiligen Buch des Islam, die Religion der Muslime, das Wort "Muslim" -abgeleitet von derselben Wortwurzel slm wie "Islam" -bezeichnet denjenigen, "der sich Allah völlig ergeben hat". Der Islam ist die ewig gültige Botschaft, die Allah (t) den Propheten seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte übermittelt hat. Sie alle forderten die Menschen auf, sich dem Einen Gott zu ergeben, und überwachten ihnen ein und dieselbe grundlegende Glaubenslehre - auch wenn die Ausprägung dieser einen Lehre unterschiedlich waren entsprechend den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen in verschiedenen historischen Zeiträumen. Durch den Propheten Mohammed, Allahs Segen und Frieden auf Ihm, wurde also der Islam keineswegs erst als eine neue Lehre begründet, sondern lediglich auf seine endgültig höchste Stufe gehoben.


Daher ist es sachlich falsch, den Islam als "Mohammedismus" oder die Muslime als "Mohammedaner" zu bezeichnen.
Der Islam ist die Glaubenslehre des reinen Monotheismus. Seine Glaubenssätze sind einfach und unmißverständlich und lassen weder Raum für Mehrdeutigkeiten noch Gelegenheit für "private" Auslegungen. Denn der Glaube an Allah (t) darf von Menschen nicht nach eigenem Geschmack, eigener Phantasie oder Laune interpretiert werden, sondern muss allein in der von Allah (t) gewollten Form bestehen. Dies entspricht der Forderung menschlicher Vernunft, auch und gerade in Glaubensgelegenheiten nach der Wahrheit zu suchen, und ist eine Notwendigkeit, wenn Glaube Gewißheit sein soll.
Der Islam ist jedoch nicht nur eine Glaubenslehre im Sinne einer Weltanschauung, die sich in einer bestimmten Vorstellung von Gott und der Welt erschöpft. Vielmehr besagt die islamische Lehre, dass Glaube ohne die entsprechende Tat überhaupt kein Glaube ist, dass er sich erst im Handeln des Menschen verwirklicht. Dabei bleibt es wiederum nicht dem einzelnen überlassen, dies nach eigenem Einsichtsvermögen, Gutdünken und Gewissen zu versuchen, sondern die islamische Lehre gibt ein Normensystem vor, das alle Lebensbereiche umfaßt und grundsätzliche bzw. sehr genaue Handlungsanweisungen gibt.

Dieses islamische Normensystem bietet dem Menschen nicht nur ein ethisches Ideal, sondern es trägt auch seinen natürlichen und materiellen Bedürfnissen Rechnung und verlangt von ihm keineswegs, seine menschliche, ihm ja von Allah (t) gegebene, in verantwortungsvoller Weise zu leben Allah (t), sich selbst und seine Mitmenschen gegenüber. Es legt seine Pflichten Allah (t) gegen über fest; es zeigt ihm seine Rechte und Pflichten sich selbst gegenüber auf; es regelt durch Rechte und pflichten die zwischenmenschlichen Beziehung, sei es auf privater, wirtschaftlicher oder internationaler Ebene; und es legt sogar die Rechte und Pflichten der belebten und unbelebten Natur gegenüber fest, um mit der Umwelt in harmonischem Einklang zu leben. Gegensätze wie "Glaube und weltliches Leben", oder "Religion und Staat" gibt es daher in der islamischen Gedankenwelt nicht; denn ob ein Muslim in der Moschee betet, sich im Kreise seiner Familie befindet, Handelt treibt, Verträge abschließt, Staatsgeschäfte führt oder für Gerechtigkeit in den Krieg zieht, - immer ist es Religionsausübung im weitesten Sinne und immer wird sein Handeln, wenn er tatsächlich als Muslim handelt, bestimmt durch das islamische Gesetz (Schari'a).

Das bisher Gesagte deutet schon an, dass sich das islamische Werte- und Normensystem von dem des abendländischen Kulturkreises in seinem Ansatz, seinem Gehalt und seiner Zielsetzung grundsätzlich unterscheidet. Eine vorurteilslose Auseinandersetzung mit dem Islam setzt deshalb voraus, dass man bereit ist, vertraute und als selbstverständliche Wahrheit erachtete Wertmaßstäbe und gleichsam als "natürlich" betrachtete Denkweisen in vier Hinsicht in Frage zu stellen. Und in diesem Zusammenhang sei gleich noch folgendes hinzugefügt:


Die Unterscheidung der Muslime in "aufgeschlossene Modernisten" einerseits und "konservative Fundamentalisten" anderseits - Begriffe aufgrund westlicher Wertmaßstäbe - ist innerhalb des islamischen Denkens eine Unmöglichkeit. Denn entweder ist man Muslim und hält sich an die Fundamente seiner Religion, oder man hält sich nicht an sie und verläßt damit den Islam.

Islam als eine Art leiser, kaum hörbarer Lebenshintergrundmusik, die lediglich in schweren Stunden etwas lauter klingt, ist kein Islam; die Erfüllung der islamischen Gesetze ist für den aufrichtigen Muslime kein Selbstzweck, so dass man sie möglichst zu umgehen sucht, sondern notwendiger Bestand- teil der religiösen Haltung, die das Wort "Islam" umschreibt. Nur ein bißchen Hingabe ist keine Hingabe; denn wie auch das deutsche Wort "Hingabe" bereits beinhaltet, bedeutet Islam nicht eine gefühlsfreie, rein logische und philosophische Übersetzung, sondern vielmehr eine gefühlsmäßige Bindung, die zu Handlungsweisen führt, die mit dieser inneren Haltung übereinstimmen. Als Muslim verpflichtet man sich zu dieser inneren Haltung und zu den sich daraus ergebenden Taten. Und dann findet man in der islamischen Lehre eine Lebensregel, die es ermöglicht, in Frieden mit Allah (t), mit sich selbst und seinen Mitmenschen und im Einklang mit der Natur zu leben - Salam, das arabische Wort für "Frieden", gehört übrigens zur selben Wortfamilie wie "Islam".



Auszug von Mohamed Lamkadam aus dem Buch von Muhammad Ahmad Rassoul

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